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31. August 2003, 18:00 Uhr, Andreas

Ach du dickes Ei!

Unter Kollegen kam uns in einer Feierstimmungslaune - vergleichbar einer Schnapslaune - ein Kinderüberraschungsei in die Hände, dass doch tatsächlich ein Plastikhuhn enthielt.

Schnell war man sich einig: die berühmte Frage, was zuerst da war - Huhn oder Ei - ist damit beantwortet. Das Ei ist der Gewinner!

Nun ja, analoge Entwicklungen gabs immer mal wieder in der Natur, Ferreros Eiereien gehören aber sicher nicht dazu. Und durch falsche Schlüsse kann man auch zum richtigen Ergebnis kommen, lehren uns sie Logikregeln der Implikation :-)

Um die Frage wissenschaftlich korrekt zu beantworten, muss erst einmal der Standpunkt geklärt werden: Was ist ein Huhn und was ist ein Ei?

Unter einem Huhn verstehen wir an und für sich das Haushuhn (Gallus domestica). Dieses gibt es erst, seit der Mensch sesshaft wurde und Tiere für seine Zwecke hielt, seit gut 5000 Jahren also.
Der Vorgänger unserer Haushuhns, das Bankivahuhn oder Rote Kammhuhn (Gallus gallus), stammt aus der Region des heutigen Indien. Dass es im Jahr nur maximal zehn Eier legte und ausbrütete, sei mal so am Rande erwähnt.

Unter einem Ei andererseits versteht man ja nicht nur die Gelege der Hühner sondern aller Vögel, Kriechtiere, Lurche, Fische etc.
Sie alle legen Eier, aus denen sich dann die Nachkommenschaft entwickeln soll. Generell aber bezeichnet man all jene Zellen, die in den weiblichen Geschlechtsorganen heranreifen und nur über einen einfachen Chromosomensatz verfügen als Eizellen.

Damit dürfte die Frage klar sein, dass es Eier schon lange vor den Hühnern gab, denn das Leben entstand im Wasser.

Schlaumeier werden nun gegenfragen: Na und? Was war denn dann vorher? Fisch oder Ei?

Dazu ziehen wir wieder die Definition heran, dass unter einem Ei alle Eizellen zu verstehen sind, die von weiblichen Organismen produziert werden. Und eine der primitivsten Lebensformen, die dazu imstande ist, ist die Kugelalge Volvox. Die wird bis zu einem Millimeter groß und besteht aus über 20'000 Zellen, die einzeln jedoch nicht lebensfähig wären.

Eier sind letzten Endes die logische Konsequenz aus der Erfindung der geschlechtlichen Fortpflanzung. Über ihre männlichen Gegenparts, die Samenzellen, verliert man dagegen nur selten ein Wort, da sie oft nur ein Tausendstel der Größe der Eizelle erreichen und in Regel auch weniger widerstandsfähig sind, dafür aber meist zu Millionen auftauchen.

Also: Das Ei existiert zwar noch nicht so lange, wie es Eiweiße gibt - ohne die kein Leben existieren könnte -, aber es existiert auf jeden Fall schon länger als es Hühner gibt.


Eieieieiei. So ne eierei. ;))

sturmtaucher | 31. August 2003, 22:16 Uhr |


Ist ja cool!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Martin | 19. November 2004, 12:41 Uhr |


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